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Florian Hill: 100 Tage durch Alaska

florianhill.com, bergleben.de, 19.04.2011

"In einer komplexen Gesamtheit treffen bei dieser Expedition Pioniergeist, sportlicher Ehrgeiz und Wissenschaft aufeinander und bilden somit einen starken philosophischen Kern.", so beschreibt der 26-jährige LOWA-Athlet Florian Hill seine für April bis Mai vorgesehene Expedition durch die unbändige Natur Alaskas.

Alaska ist der Inbegriff von Wildnis ‒ unbändige Natur, dichte Urwälder und die grandiose Welt des ewigen Eis. Seit langer Zeit wird Alaska als die letzte Grenze betrachtet, mit einigen der abgelegensten und rauesten Gipfel dieser Erde. Jede Erschließung Alaskas ist bis heute ein harter Kampf gegen extreme Klimabedingungen geblieben und nur wer sich der übermächtigen Natur anpasst kann überleben.

Hill_Lowa (Kopie)

Terra Incognita

Geplant ist die Durchquerung des Juneau Eisfeldes und die Erstbesteigung bisher unbekannter Gipfel. Das Juneau Eisfeld ist ein Gletschergebiet im Grenzland zwischen Alaska und Kanada, welches zu einem der größten, nicht-polaren Eisfelder dieser Welt gehört. Das Betreten von Terra Incognita (dt. unbekanntes Land) und das erfolgreiche Besteigen unbekannter Gipfel ist ungewiss und der Ort selbst voller Gegensätze. Aber genau das macht den Reiz für Florian Hill und seinen Seilpartner Markus Kirchgasser dieser Expedition aus.


Ein Ort voller Kontraste

Die westliche Seite des Eisfeldes ist vom feuchten Seeklima der Pazifikküste geprägt, während die tief eingeschnittenen Talgletscher wie der Gilkey ein eigenes Mikroklima haben. Wetterumschwünge sind daher kaum vorherzusagen. Die Gipfel halten oftmals die Wolken zurück, welche sich schlagartig in Schnee, Regen und Sturm auflösen können.


Alles aus eigener Muskelkraft

Während der gesamten Expedition in das fast 4000 Quadratkilometer große Gletschergebiet soll auf jegliche technische Hilfe und Transportmittel verzichtet werden. "Das bedeutet aber auch begrenzte Brennstoff- und Nahrungsmittelressourcen, die die Tour zeitlich limitieren", so Florian Hill vor dem Start. Ein hohes Risiko, da in Notsituationen nicht auf eine Infrastruktur zurückgegriffen werden kann. Jede Hilfe von Außen würde demnach wesentlich mehr Zeit benötigen. "Die Vision einer Traverse von einem Dutzend jungfräulicher Gipfel in dem riesigen Juneau Eisfeld wird bis zum Schluss ein grenzwertiges Abenteuer darstellen", bestätigt Hill.


Weitere Pläne

Doch mit der ehrgeizigen Eisfeld Expedition hat Florian Hill nicht genug. Im Juni und Juli wird er den höchsten Berg der nordamerikanischen Kontinentalplatte, den Mt. Mc Kinley, besteigen.
Der Mount McKinley ist nicht nur der höchste Berg Nordamerikas, er ist auch der kälteste Berg der Welt. Über die Hälfte des Berges liegt unter einem dicken Eispanzer verborgen, und seine Schneefelder speisen zahllose Gletscherströme.
Der Reise- und Expeditionsfotograf Marcus Haid aus Innsbruck wird aus dem Basislager die imposanten Eindrücke dieser Tour fotografisch festhalten.



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