Erstbegehung des „Foxtroots“ in einem derschwersten Hochschwab Mixed-Klettereien
Michael Maili, 08.03.2010
Im Fuchsgraben befindet sich die spektakulärste freistehende Eissäule im gesamten Hochschwab. Jedes Jahr wenn die Kälteperiode anhalten und genügend Wasser vorhanden ist, ist die Säule ein begehrtes Ziel im 6 bis 7 WI Grad. Die Säule weißt 50 Meter steiles und kompliziertes Steileis auf und Sicherungsmittel sind meist nicht sinnvoll, da die Säule nur sehr dünn am Boden anwächst. Wenn also meine Saison gut verlaufen ist, konnte ich der Säule immer ein bis zwei Begehungen abringen. (siehe Bigwall.at). Im Jahr 2008 bescherte uns der Winter eine großartige Saison. Es gab viel Wasser und so entstanden an der ganzen Wandflucht an der die Säule steht einige Eisglasuren und kleinere Zapfen. ...
Ich konnte eine wage aber mögliche Linie rechts der Säule ausmachen. Die Idee war die ersten 20 Meter über dünne Eisglasuren zur Senkrechten Wand zu klettern. Dort angekommen war klar, das die geschlossene senkrechte bis überhängende Wand nur mit Bohrhaken abzusichern ist. Vorallem schützte mich der erste Bohrhaken vor einem 20 Meter Bodensturz. Nach anbringen von 7 Bohrhaken machte ich dann meine ersten Versuche. Der leicht überhängende obere Teil der Wand hat ungefähr 16 Höhenmeter mit schwerem und teils brüchigem Fels. Man muß die Eispickel wirklich sehr ruhig halten da die Hooks leicht ausbrechen können. Die Schlüsselpassage ist eine 4 Meter glatte Platte mit zwei weiten Zügen. "Mit sehr müden Unterarmen erreichte ich einen guten Hook vor der Schlüsselstelle. Ich schüttelte noch einmal aus und füllte meine Lungen mit Luft, kurze Konzentration und los gings. Die Eisgeräte blieben auf der Millimeterleiste und mit dem nächsten weiten Zug fand mein anderer Pickel das entscheidende Loch. Jetzt noch kurz die Nerven bewahren den rechten Pickel in das gefrorene Erdloch stecken und hoffen das er hält. Ein weiter Piazzug auf eine schlechte Leiste und ruhig und langsam aufrichten. Über die Ausstiegskante und vorsichtig in die 1 cm dicke Glasur einschlagen. Aufrichten Fußnachziegen und ................. geschafft. Ich stehe im Ausstiegscoloir und bin froh nicht am letzten Runnout abgegangen zu sein. Links unter mir scheint die Fuchssäule 100 Meter in die Tiefe abzufallen. Ihr majestätisches Blau glänzt zu mir herauf und ich genieße es. Ich bin am Stand....sicher....und beginne mit dem Abseilen. Meine zwei Fotografen sind fast eingefroren und mein Sicherungspartner Florian zündet sich nun genussvoll seine verdiente Zigarette an. Mit Foxtrott (Fuchschritt) kletterte ich nun nach meiner Erstbegehung Mai Thai M9+ 2009 die zweite und meiner Meinung nach noch schwierigere Route im 9 bis 10 Mixed Grad.
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